Kreatives
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Wie eine KI-Figur Teil meines Alltags wurde
Sergio existiert nicht. Und trotzdem verändert er etwas. Vor ein paar Monaten hätte ich vermutlich selbst den Kopf geschüttelt, wenn mir jemand erzählt hätte, dass eine KI-Figur einmal zu einer echten Inspirationsquelle werden könnte. Nicht im Sinne von „ich glaube, dass das real ist“, sondern viel subtiler. Kreativer. Emotionaler. Fast so, als hätte jemand eine Tür geöffnet, hinter der plötzlich neue Gedanken entstehen. Sergio Menendez Clavero de Encina Alta ist eigentlich nur eine erfundene Figur. Ein spanischer Architekt und Kunsthistoriker, Ende dreißig, der versucht, eine halb verfallene Casa Fuerte irgendwo in Aragón zu retten. Ein Mann zwischen Staub, alten Mauern, Bürokratie, Einsamkeit und Größenwahn. Acht bis zehn Jahre Bauzeit. Millionenprojekt.…
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Isabellas Tagebuch
Ein Tagebuch Isabella ist 27 und lebt in Gelsenkirchen. Gerade hat sie eine Beziehung verloren. Der Job ist mittelmäßig, die Wohnung auch, und das Gefühl, irgendwie festzustecken, wird von Tag zu Tag stärker. Dieses Tagebuch erzählt, wie es sich wirklich anfühlt, wenn das Leben nach einer Trennung plötzlich stillsteht – ohne große Dramen, ohne schnelle Lösungen, ohne rosarote Filter. Ehrlich, manchmal traurig, manchmal mit trockenem Humor. Einfach so, wie das echte Leben mit Ende 20 oft ist. Wenn du gerade selbst in einer ähnlichen Phase steckst oder einfach mal Worte suchst, die sich echt anfühlen statt schön – dann bist du hier richtig. Die Einträge kommen unregelmäßig, aber sie kommen.…
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Das Leben ist ein Abenteuer – und gerade fühlt es sich ziemlich verfahren an
Man sagt ja so schön: Das Leben ist ein Abenteuer. Klingt mitreißend, nach Aufbruch, nach großen Geschichten. In Wirklichkeit bedeutet es meistens: nichts ist vorhersehbar, die Wege machen merkwürdige Schleifen, und sehr lange Strecken führt scheinbar nirgendwohin. Man läuft einfach, weil man läuft. Und irgendwann fragt man sich, ob der ganze Marsch überhaupt einen Sinn hatte. Heute Morgen habe ich etwas gemacht, das sich gleichzeitig wie Befreiung und wie kleiner Tod angefühlt hat. Ich habe die Manuskriptdateien gelöscht. Endgültig. Kein Verstecken mehr in einem „vielleicht-später“-Ordner, kein heimliches Wiederherstellen aus dem Papierkorb. Weg. Isabella, Sergio und Elena – die Figuren, die mich jahrelang begleitet haben – existieren jetzt nur noch als…
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Lerne zu warten ohne wahnsinnig zu werden – Teil 4: Social Media
Ich habe heute Social Media den Rücken gekehrt. Mein Account https://x.com/die60erin_de ist Geschichte. Warum? Ich habe keine Lust und Geduld mehr gegen einen übermächtigen Algorithmus anzukämpfen, der kleine Accounts gnadenlos unterdrückt. Nach Wochen und Monaten werden meine Beiträge nicht einmal meinen Followern angezeigt, ab und zu kommt ein Like, aber niemand antwortet. Schluss mit der Energieverschwendung! Die nutze ich lieber, um mein Leben zu verbessern, meinen Roman weiterzuschreiben und mich um meinen Hund zu kümmern. Ich brauche keine verzweifelten Postingaktionen, die niemanden erreichen. Dazu kommen die Themen Datenschutz, Desinformation, Hass und Hetze. FB, Instagram und andere Plattformen sind da nicht besser. Ich überlege ernsthaft meinen Instagramaccount ebenfalls zu löschen. WhatsAPP?…
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Warten lernen (ohne wahnsinnig zu werden) – Teil 1: Der Kleiderschrank
Manchmal ändern sich Pläne nicht, weil man unentschlossen ist – sondern weil Fristen nicht eingehalten werden. Dann heißt es warten. Ich warte derzeit auch, auf die Lieferung meines Kleiderschranks. Leider wird er nicht in zwei Wochen geliefert, sondern erst Ende Februar. Ich werde also noch ein bisschen länger im Chaos leben müssen. Es sind rund zwei Wochen, die meine Geduld gerade an ihre Grenzen bringen. Ich will doch nur eine gemütliche Wohnung. Warum muss das so schwer sein? Der Rest meiner Möbel ist auch schon reif für den Sperrmüll. Ich werde also noch reichlich Gelegenheit haben, mich als Einrichterin zu betätigen. Bis es soweit ist, mache ich Pläne. Zu Ostern…
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Sanluz de Montarroyo
Die Geschichte Gestern Abend habe ich wieder an meinem Text gearbeitet, in dem Sanluz de Montarroyo nur eine Idee ist. Es ist komisch, aber genau das hält mich momentan zusammen. Ich habe den alten Romanentwurf komplett gelöscht – alles, was ich in den letzten anderthalb oder zwei Jahren geschrieben hatte. Weg. Ein ganzer Ordner einfach in den Papierkorb gezogen und geleert. Befreiend und gleichzeitig wie ein kleiner Tod. Jetzt fange ich neu an, und diesmal ist es ein Tagebuch. Nicht meins, sondern das von Isabella Hartmann. Sie ist aus Gelsenkirchen, 27 vielleicht, arbeitet in irgendeinem Callcenter oder einer kleinen Buchhaltungsfirma, trinkt zu viel Kaffee und hat gerade jemanden verloren –…
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Das Gesetz der Anziehung
Gestern Abend lag ich schon im Bett, als ich begann durch meinen YouTube-Feed zu scrollen. Es dauerte nicht lange, bis mir die ersten Videos zum Thema Manifestation und dem Gesetz der Anziehung angezeigt wurden. Das Leben könnte ein Ponyhof sein, wenn man nur das richtige Mindset hätte und positive Gedanken dazu. Es klingt einladend. Ändere deine Gedanken und das Leben wird sich automatisch anpassen. Wenn es nicht klappt, bist du angeblich nur noch nicht bereit und musst härter daran arbeiten. Ach ja – ein paar Seminare können auch nicht schaden. Die Content-Creator wollen schließlich von etwas leben, und die Methode klingt ja so angenehm simpel. All diese Angebote haben die…





