Aus dem Bett auf den Camino de Santiago
Gestern war mal wieder so ein Tag, den man eigentlich abhaken möchte, kaum das er begonnen hat. Tya, das alte Mädchen hat mir eine schlaflose Nacht beschert. Ich habe kaum mehr als zwei Stunden Schlaf am Stück gefunden. Die Nacht war dann auch gegen vier Uhr morgens vorbei.
Ich habe da gesessen und dachte nur noch: „Ich muss hier raus, sonst drehe ich durch!“. Um acht Uhr saß ich im Bus, die S-Bahn hatte ein wenig Verspätung. Gegen neuen Uhr kam ich in Essen Steele an.
Vom Bahnhof aus machte ich mich auf dem Weg. Die gelbe Muschel auf dem blauen Grund weist den Weg.
Anfangs hatte ich noch Bedenken wegen völliger Übermüdung. Aber wie immer, wenn ich draußen bin, lichtet sich der Brain-Fog schnell. Probleme treten in den Hintergrund und ich habe endlich einmal wieder in die Ferne sehen können. Den Blick auf den Horizont zu richten, verändert die Perspektive. Der Geruch des Flusses, Hügel rauf und runter, dann über die Ruhr nach Werden. Ich habe den Dom besucht und fand ein klein wenig Frieden. Da war er wieder: der Ruf des Camino de Santiago. Ob ich ihm aber jemals folgen werde, steht in den Sternen. Dagegen sprechen monatelange Abwesenheit und nicht zu stemmende Kosten!
Fest steht nur, dass mit die knapp 13 km gut getan haben.
Buen Camino!












