#AIArt Älterer Mann sitzt in einem Wettbüro
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Otto – der Herr Kritiker

Innerer Kritiker

Otto ist mein innerer Kritiker.
Ich stelle ihn mir als kleinen Buchhalter in einem Wettbüro vor. Er sitzt abseits, hat nichts zu melden, aber alles wird von ihm notiert.

Otto entscheidet nie selbst.
Er kommentiert nur: Verluste, Verzögerungen, verpasste Chancen. Hinterher weiß er immer, dass es so kommen musste.

Früher habe ich ihm zugehört.
Heute weiß ich: Otto darf mitschreiben – aber entscheiden tue ich.

Was tut Otto?

Otto meldet sich zuverlässig dann, wenn ich ohnehin schon am Limit bin.
Er kommt nicht, wenn Dinge gut laufen. Er kommt, wenn Kartons im Weg stehen, Termine sich verschieben und Geduld eine endliche Ressource ist.

Otto stellt sich mitten in den Raum, schaut sich um und sagt:
„Siehst du? Das wird nichts mehr. Ich hab’s dir ja gesagt.“
Er sagt das nicht laut, eher beiläufig. So, als wäre es eine objektive Feststellung.

Früher habe ich ihm geglaubt.
Heute kenne ich ihn besser.

„Otto“, sage ich dann, „du hast hier kein Mitspracherecht.“
Du zahlst keine Miete, du trägst nichts zu meinem Leben bei, und Lösungen bringst du auch keine mit.
Du bist nur laut.

Otto findet das ungerecht.
Aber das ist okay.
Man muss nicht jede innere Stimme ernst nehmen – manche brauchen einfach eine klare Grenze.

Und während Otto noch mault, mache ich weiter.
Langsam, manchmal genervt, aber immerhin vorwärts.

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