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Der Abend mit den offenen Tabs
12. Dezember 2024 Donnerstag, 20:30 Uhr, immer noch das Sofa mit Fleck Hab den ganzen Abend nur rumgesessen und durch seinen Feed gescrollt. Der Spanier. Der mit dem Loft. Hab’s mir angetan wie eine Sucht: Story nach Story, Post nach Post. Er ist gerade in Marrakesch, dann wieder Madrid, dazwischen ein Wochenende in Barcelona, ein Foto von ihm mit Freunden auf einem Dach mit Blick auf die Sagrada Família, alle lachen, alle haben teure Uhren. Er lebt wie Krösus, aber ohne Angeberei. Keine Goldketten, keine Sportwagen, nur gutes Licht, gutes Essen, gutes Leben. Hab ihn nicht abonniert. Würd mich nur noch mehr fertigmachen, wenn ich jeden Morgen seine Stories sehe…
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Kurz. Blond. Frei. Mein erster großer Schritt.
6. Dezember 2024 Freitag, 21:30, Sofa, immer noch mit Fleck Heute war der Tag, an dem ich’s wirklich durchgezogen hab. Morgens hab ich schon im Bus gesessen und gedacht: Wenn ich jetzt kneife, kneif ich für immer. Aber ich bin nicht gekniffen. Hab um 13:30 einfach den Rechner runtergefahren, „hab noch einen Termin“ in den Chat getippt und bin gegangen. Frau Meier hat nur kurz aufgeblickt und genickt, als wüsste sie Bescheid. Vielleicht wusste sie’s ja wirklich. Beim Friseur war’s erst mal wie immer: der Geruch nach Chemie und warmem Fön, die Frau von neulich hat mich reingewunken, „Setz dich, Isabella, wir machen dich hübsch“. Die Musik war so ein…
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Ein Schritt vor und zwei zurück
Frau Meier, der Friseur und drei kleine Berge 4. Dezember 2024 Mittwoch, 21:15 Uhr, Küche, Licht über dem Tisch an, der Rest dunkel Heute war so ein Tag, der sich angefühlt hat wie ein Schritt vorwärts und gleichzeitig zwei zurück. Morgens Bus, Straßenbahn, der gleiche Knoblauch-Typ wie gestern – oder ein neuer, wer weiß das schon. Im Büro hab ich Kevin zugesehen, wie er wieder mal mit einer Tabelle kämpft, aber diesmal hat er nicht mal gefragt. Hat einfach geflucht und weitergemacht. Irgendwann war’s wieder okay. Hab ihm nicht geholfen. Fühlte sich fast wie Fortschritt an, dass er’s allein schafft. Oder dass ich’s aushalte, nicht sofort zu springen. Sandra hat…
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Excel und das Leben
2. Dezember 2024 Montag, 18:30 Uhr, immer noch alles beim Alten Bus um 7:12, Straßenbahn um 7:28, dieselben Gesichter, dieselben Gerüche. Heute hat irgendwer Knoblauch gegessen und vergessen, sich die Zähne zu putzen. Oder absichtlich nicht. Im Gedränge hab ich mich gefühlt wie in ’ner Dose Ölsardinen, nur ohne Öl und mit mehr Schweiß. Im Büro dann das Übliche. Excel, E-Mails, Kaffee aus der Maschine, die immer nach Plastik schmeckt. Die Aufgaben sind so langweilig, dass ich manchmal einfach nur dastehe und gucke, wie der Cursor blinkt, und mir denke: Das war’s jetzt? Das ist der Rest meines Lebens? Sandra hat in der Mittagspause von ihrem Wochenendausflug nach Köln erzählt.…
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Putzwut und Neuanfang
Zurück zum Anfang geht es hier: 30. November 2024 Samstag, 21:50 Uhr, immer noch dieselbe Wohnung, nur sauber Heute hab ich länger geschlafen als je in den letzten Monaten. Wecker aus, Handy auf lautlos, einfach liegen bleiben, bis der Körper von allein sagt: Okay, genug. War kurz nach elf. Hab mich gefühlt wie jemand, der sich das mal erlauben darf. Dann bin ich einkaufen gegangen. Richtig einkaufen. Kein Aldi-Schnellgang mit Tiefkühlpizza und Energy-Drinks. Ich hab einen Korb genommen und bin langsam durch die Gänge gelaufen. Frisches Brot, Tomaten, die nicht schon matschig sind, Hähnchenbrustfilet, Paprika, Zucchini, sogar so ’ne Packung Rucola, weil ich dachte: Warum nicht mal was Grünes? Hab…
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Meine Wohnung, mein Leben: Ein Aufbruch
Zurück zum Anfang hier: 29. November 2024 Freitag, 22:30 Uhr, immer noch dasselbe Leben Heute hab ich früher Feierabend gemacht. Einfach so. Hab um 14:45 den Rechner runtergefahren, „Wochenende schon da“ in den Chat geschrieben und bin gegangen, bevor jemand nachfragen konnte. Frau Meier hat nur die Augenbrauen hochgezogen, aber nichts gesagt. Vielleicht denkt sie, ich hab endlich mal was vor. Zu Hause angekommen hab ich erst mal den Müll rausgebracht. Den richtigen, den schwarzen Sack, der schon seit Mittwoch stank, und dann den anderen Müll – den aus der Vergangenheit. Die Starlight Express-Tickets vom letzten Sommer lagen noch in der Schublade neben dem Esstisch. Zwei gelbe Karten, Reihe 12,…
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Zwischen Frühstück und Pivot Tabellen
Ein ganz normaler Tag 27. November 2024 Mittwoch, 21:50 Uhr, immer noch dieselbe Bude Heute hab ich die neue Jeans angezogen. Nicht weil ich irgendwo hinwollte, sondern einfach, weil sie da lag und mich angeguckt hat wie: „Na los, tu mal was.“ Und weißt du was? Sie sitzt echt nicht schlecht. Hat sogar so ’ne leichte High-Waist-Sache, die den Bauch ein bisschen kaschiert. Im Spiegel hab ich kurz gedacht: Okay, Isabella, du siehst aus wie jemand, der vielleicht mal was vorhat. Zum Frühstück hab ich mir richtig was gemacht. Kein Toast mit Nutella mehr um 6:45, sondern zwei Eier, bisschen Speck aus dem Tiefkühler und sogar ’ne halbe Tomate, die…
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Ein Tag im Leben: Veränderung und innere Kämpfe
25. November 2024 Montag, 22:17 Uhr, immer noch dieselbe Couch vom Sperrmüll Heute war so ein Tag, bei dem man am liebsten die Augen nicht aufmachen würde, wenn man sie einmal zugemacht hat. Wecker um 5:42, weil ich den um 5:30 ignoriert hab. Dusche kalt, weil Warmwasser erst nach drei Minuten kommt und ich keine Lust hatte zu warten. Kaffee aus der Maschine, die Sebastian immer „unser kleines Luxus-Problem“ genannt hat, obwohl sie nur 60 Euro bei MediaMarkt gekostet hat. Schwarzer Kaffee, bitter, genau wie der Rest. Im Büro dann das Übliche. Frau Meier hat sofort gemerkt, dass was nicht stimmt. „Isabella, hast du geweint?“ „Nee, nur Allergie.“ „Im November?“…
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Isabellas Tagebuch
Ein Tagebuch Isabella ist 27 und lebt in Gelsenkirchen. Gerade hat sie eine Beziehung verloren. Der Job ist mittelmäßig, die Wohnung auch, und das Gefühl, irgendwie festzustecken, wird von Tag zu Tag stärker. Dieses Tagebuch erzählt, wie es sich wirklich anfühlt, wenn das Leben nach einer Trennung plötzlich stillsteht – ohne große Dramen, ohne schnelle Lösungen, ohne rosarote Filter. Ehrlich, manchmal traurig, manchmal mit trockenem Humor. Einfach so, wie das echte Leben mit Ende 20 oft ist. Wenn du gerade selbst in einer ähnlichen Phase steckst oder einfach mal Worte suchst, die sich echt anfühlen statt schön – dann bist du hier richtig. Die Einträge kommen unregelmäßig, aber sie kommen.…












