Alles 365 Tage etwas Süßes

365 Tage, ein ganzes Jahr

Ein Freitag, der 13. – Mein 62. Geburtstag und die Magie der 365 Tage

Wieder ist ein Jahr vergangen. Heute ist Freitag, der 13. März 2026, und genau vor 62 Jahren kam ich an einem ebensolchen Freitag, dem 13., auf die Welt. Ich sitze hier mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Torte, schaue aus dem Fenster und lasse die letzten Monate Revue passieren. Was haben mir diese 365 Tage eigentlich gebracht?

Projekte loslassen – und trotzdem weitermachen

Eines der größten Themen dieses Jahres war Loslassen. Ich habe ein langjähriges Projekt abgebrochen, das mir viel bedeutet hat. Schlimmer noch: Einen ganzen Roman habe ich in die Tonne gekloppt – komplett gelöscht, unwiderruflich. Es tat weh, diesen Berg an Worten und Emotionen einfach zu vernichten. Doch genau darin liegt auch die große Erkenntnis: Ich habe nicht aufgegeben zu schreiben. Trotz allem fließen die Sätze weiter, entstehen neue Ideen, und dieser Blog existiert nur deshalb, weil ich drangeblieben bin. Manchmal ist Scheitern der beste Beweis dafür, dass man noch lebt und schafft.

Kleine Siege im Alltag: Das Schlafzimmer als neuer Rückzugsort

Neben den großen literarischen Kämpfen gab es handfeste Veränderungen. Mein Schlafzimmer habe ich renoviert – frische Farbe an den Wänden, ein neuer Schrank, der endlich alles aufnimmt, was sich angesammelt hat. Das Bett bekam einen neuen Lattenrost und eine richtig gute Matratze. Plötzlich schlafe ich besser, wache erholter auf. Solche kleinen Upgrades fühlen sich wie ein Reset an. In 365 Tagen kann man mehr verändern, als man denkt – oft reichen schon ein paar Handgriffe, um den Alltag leichter zu machen.

Tya und die Erinnerung an die Vergänglichkeit

Und dann ist da Tya, meine uralte Hündin. Sie ist ein echter Sundowner – ein alter Hund mit kognitiver Dysfunktion, der abends unruhig wird, hin und her läuft und manchmal vergisst, wo sie ist. Tya erinnert mich jeden Tag daran, wie schnell 365 Tage vergehen. Ein ganzes Jahr ist für sie nur ein Wimpernschlag der Zeit. Ihre graue Stirn, ihr langsamer Gang, die Momente, in denen sie mich ansieht, als wollte sie sagen: „Genieß es, solange es geht.“ Sie lehrt mich Demut und Achtsamkeit. In ihrer Gegenwart wird klar: Die Zeit rast nicht, sie fließt einfach – und wir sollten sie nicht verschwenden.

Fazit: 365 Tage als Geschenk

Heute, an meinem Geburtstag, fühlt sich alles ein bisschen weicher an. Ja, es gab Rückschläge, gelöschte Manuskripte und Abschiede von Plänen. Aber es gab auch Neuanfänge, besseren Schlaf und vor allem: Die Gewissheit, dass ich schreibe, lebe und liebe – mit Tya an meiner Seite. 365 Tage sind kein Wimpernschlag, den man verpassen sollte. Sie sind ein Geschenk, das man bewusst auspackt.

Danke fürs Mitlesen. Auf die nächsten 365 Tage – mögen sie uns allen gut tun.

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