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Endlich Urlaub – und dann das Nase-voll-Syndrom

Endlich Urlaub – und dann das: Das Nase-voll-Syndrom

Endlich habe ich mal eine ganze Woche frei. Und was macht mein Körper? Er legt sich mit einem Virus an. Gestern morgen wachte ich mit einem fiesen Kratzen im Hals auf, heute trieft die Nase ohne Unterbrechung. Ich nenne es das akute Nase-voll-Syndrom.

Klar, ein Virus ist beteiligt. Aber ich glaube, mein Körper geht gerade einfach nur auf die Barrikaden. Ich habe die Nase gestrichen voll von einem Job, in dem ich mich nicht entwickeln kann, in dem Wertschätzung ein Fremdwort ist und Lernen Fehlanzeige. Ich bin meist nur der Blitzableiter für genervte Kunden, habe aber null Handlungsspielraum. Und das Schlimmste: Ich sehe keinen Ausweg mehr.

Letzten Sonntag bin ich ohne Hund losgezogen und habe einfach nur gelaufen. Durch Bochum-Eppendorf, vorbei an der Landesreiterstaffel, bis zur Kapelle am Wattenscheider Hellweg und dann ein Stück den Camino de Santiago entlang zurück. Zweieinhalb Stunden. Kein Podcast, keine Musik, nur Schritte und Gedanken.

Danach war ich müde, aber merkwürdig entspannt. Die Schulterverspannung war weg, das ständige Grübeln auch. Die Situation war immer noch da – aber plötzlich fühlte sich etwas anderes viel wichtiger an.

Kaum habe ich Urlaub, rappelt sich meine Psyche auf und sagt: „Hey, wir leben noch!“

Es ist Zeit für Veränderungen. Nicht nur für neue Taschentücher. Sonst bleibt mir dieses Nase-voll-Syndrom tatsächlich bis zum letzten Atemzug erhalten.

Ich habe meinen Blog, ich habe Isabellas Tagebuch und ich fuchse mich gerade durch ein komplexes Excelprojekt. Das ist ein Anfang.

Kennt das jemand? Was macht ihr, wenn ihr die Nase voll habt? Schreibt es in einen Kommentar!

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