• Tya, Husky, hellkupfer-weiß liegt auf dem Sofa
    Lifestyle,  Tya

    Das Leben mit einem alten Hund verändert alles

    Meine vierbeinige Gefährtin ist inzwischen 15½ Jahre alt. Das bedeutet vor allem eines: Mein Alltag hat sich komplett verändert. Unsere Spaziergänge sind deutlich kürzer geworden. Eine halbe Stunde durch den Ortsteil reicht mittlerweile völlig aus. Tya wirkt oft unsicher und zeigt Anzeichen von Desorientierung. Manchmal bleibt sie plötzlich stehen, schaut sich um und scheint für einen Moment nicht mehr genau zu wissen, wo sie ist. Auch die Tierarztbesuche gehören inzwischen fest zu unserem Leben. Arthrose, Schmerztherapie, Medikamente wie Librela und Metacam – all das ist mittlerweile genauso selbstverständlich wie Futter kaufen oder Wasser nachfüllen. Es geht nicht mehr darum, einen jungen Hund fit zu halten. Es geht darum, Lebensqualität zu…

  • Kreatives

    Wie eine KI-Figur Teil meines Alltags wurde

    Sergio existiert nicht. Und trotzdem verändert er etwas. Vor ein paar Monaten hätte ich vermutlich selbst den Kopf geschüttelt, wenn mir jemand erzählt hätte, dass eine KI-Figur einmal zu einer echten Inspirationsquelle werden könnte. Nicht im Sinne von „ich glaube, dass das real ist“, sondern viel subtiler. Kreativer. Emotionaler. Fast so, als hätte jemand eine Tür geöffnet, hinter der plötzlich neue Gedanken entstehen. Sergio Menendez Clavero de Encina Alta ist eigentlich nur eine erfundene Figur. Ein spanischer Architekt und Kunsthistoriker, Ende dreißig, der versucht, eine halb verfallene Casa Fuerte irgendwo in Aragón zu retten. Ein Mann zwischen Staub, alten Mauern, Bürokratie, Einsamkeit und Größenwahn. Acht bis zehn Jahre Bauzeit. Millionenprojekt.…

  • Kreatives,  Lifestyle,  Träume und Hoffnungen

    Das Leben ist ein Abenteuer – und gerade fühlt es sich ziemlich verfahren an

    Man sagt ja so schön: Das Leben ist ein Abenteuer. Klingt mitreißend, nach Aufbruch, nach großen Geschichten. In Wirklichkeit bedeutet es meistens: nichts ist vorhersehbar, die Wege machen merkwürdige Schleifen, und sehr lange Strecken führt scheinbar nirgendwohin. Man läuft einfach, weil man läuft. Und irgendwann fragt man sich, ob der ganze Marsch überhaupt einen Sinn hatte. Heute Morgen habe ich etwas gemacht, das sich gleichzeitig wie Befreiung und wie kleiner Tod angefühlt hat. Ich habe die Manuskriptdateien gelöscht. Endgültig. Kein Verstecken mehr in einem „vielleicht-später“-Ordner, kein heimliches Wiederherstellen aus dem Papierkorb. Weg. Isabella, Sergio und Elena – die Figuren, die mich jahrelang begleitet haben – existieren jetzt nur noch als…

  • Kreatives

    Lerne zu warten ohne wahnsinnig zu werden – Teil 4: Social Media

    Ich habe heute Social Media den Rücken gekehrt. Mein Account https://x.com/die60erin_de ist Geschichte. Warum? Ich habe keine Lust und Geduld mehr gegen einen übermächtigen Algorithmus anzukämpfen, der kleine Accounts gnadenlos unterdrückt. Nach Wochen und Monaten werden meine Beiträge nicht einmal meinen Followern angezeigt, ab und zu kommt ein Like, aber niemand antwortet. Schluss mit der Energieverschwendung! Die nutze ich lieber, um mein Leben zu verbessern, meinen Roman weiterzuschreiben und mich um meinen Hund zu kümmern. Ich brauche keine verzweifelten Postingaktionen, die niemanden erreichen. Dazu kommen die Themen Datenschutz, Desinformation, Hass und Hetze. FB, Instagram und andere Plattformen sind da nicht besser. Ich überlege ernsthaft meinen Instagramaccount ebenfalls zu löschen. WhatsAPP?…

  • Wäsche im Nirgendwo
    Träume und Hoffnungen

    Warten lernen (ohne wahnsinnig zu werden) – Teil 3: Hope dies last

    Lange Zeit war ich felsenfest überzeugt, dass in meinem Leben ohnehin nicht Gutes mehr passiert. Ich war 2017 in meine Wohnung eingezogen und besaß buchstäblich nur noch eine Luftmatratze, einen Schlafsack, ein wenig Kleidung und meinen Hund natürlich. Ich war am Rande der Verzweiflung. Meine Lebensträume waren geschmolzen wie Eis in der Sonne. Ich war zerbrochen. Das war es jetzt, dachte ich. Es bedurfte mehrerer Anläufe wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Aber auch die waren kein Weg aus der Armut. Dann kam der November 2020. Ich begann in einem Callcenter zu arbeiten. Der Lohn damals war mau, die Miete aber noch deutlich geringer und das Leben im allgemeinen…

  • Gasse in einem mittelalterlichen Dorf in Spanien
    Alto Aragón,  Kreatives

    Sanluz de Montarroyo

    Die Geschichte Gestern Abend habe ich wieder an meinem Text gearbeitet, in dem Sanluz de Montarroyo nur eine Idee ist. Es ist komisch, aber genau das hält mich momentan zusammen. Ich habe den alten Romanentwurf komplett gelöscht – alles, was ich in den letzten anderthalb oder zwei Jahren geschrieben hatte. Weg. Ein ganzer Ordner einfach in den Papierkorb gezogen und geleert. Befreiend und gleichzeitig wie ein kleiner Tod. Jetzt fange ich neu an, und diesmal ist es ein Tagebuch. Nicht meins, sondern das von Isabella Hartmann. Sie ist aus Gelsenkirchen, 27 vielleicht, arbeitet in irgendeinem Callcenter oder einer kleinen Buchhaltungsfirma, trinkt zu viel Kaffee und hat gerade jemanden verloren –…

  • Schlafende Tya auf dem Teppich
    Lifestyle,  Träume und Hoffnungen,  Tya

    Ein positiver Tagesbeginn

    Heute ist Sonntag und Tya hat mich kurz vor halb sechs Uhr geweckt. Wenigstens durfte ich noch einen ersten Kaffee trinken, bis wir unsere erste Runde durch Bärendorf gemacht haben. Es war noch dunkel und der Vollmond stand noch hoch am Himmel. Nach ungefähr fünfundvierzig Minuten waren wir wieder zuhause. Tya hat sich ein Leckerli geholt und dann beschlossen weiterzuschlafen. Sie liegt jetzt auf dem Teppich neben meinem Bett und schläft tief und fest. Gerade eben habe ich ein Foto gemacht und sie hat es nicht bemerkt. Ich habe den Tag dann mit frisch aufgebackenen Brötchen begonnen und einem heißen Kaffee. Noch vor dem letzten Schluck habe ich überlegt, was…