Stillstand im Alltag mit 60 – oder was?
Warum sich gerade alles nach Stillstand anfühlt
Manchmal legt das Leben einfach eine Pause mit mir ein.
Im ersten Quartal ist hier einiges passiert: Ich habe mein Schlafzimmer renoviert, mir einen neuen Kleiderschrank gegönnt und schließlich auch Lattenrost und Matratze ausgetauscht. Es fühlt sich richtig gut an – frischer, leichter, irgendwie mehr „meins“.
Und jetzt? Jetzt heißt es erst einmal wieder sparen. Als Nächstes stehen noch ein Sessel (als Kleiderablage), ein kleiner Beistelltisch und eine passende Lampe auf dem Plan. Dafür habe ich grob 500 Euro eingeplant.
Nur kommt jetzt leider die teure Jahreszeit: Versicherungen, Stromrechnung, Heiz- und Nebenkosten, GEZ und Hundesteuer. Alles auf einmal. Also immer schön langsam mit den großen Sprüngen.
Das Positive
Was dafür richtig gut läuft, ist mein Schreibprojekt: Isabellas Tagebuch. Isabella Hartmann ist eine fiktive 27-jährige Frau aus Gelsenkirchen, die mit sich und ihrem Leben ringt. Sie fühlt sich klein und unscheinbar – und verändert sich doch spürbar im Laufe der Zeit. Neue Interessen, neue Freundschaften und ein fernes, großes Vorbild geben ihr langsam eine andere Richtung.
Und ich? Mein Job ist weiterhin nur Mittel zum Zweck. Er bezahlt die Rechnungen, mehr nicht. Mein richtiges Leben findet woanders statt – vor allem am Schreibtisch, wenn Isabella wieder ihre Gedanken aufschreibt.
Manchmal fühlt sich das nach Stillstand an. Manchmal fühlt es sich aber auch einfach nur nach klugem Timing an.

