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Das Leben mit einem alten Hund verändert alles
Meine vierbeinige Gefährtin ist inzwischen 15½ Jahre alt. Das bedeutet vor allem eines: Mein Alltag hat sich komplett verändert. Unsere Spaziergänge sind deutlich kürzer geworden. Eine halbe Stunde durch den Ortsteil reicht mittlerweile völlig aus. Tya wirkt oft unsicher und zeigt Anzeichen von Desorientierung. Manchmal bleibt sie plötzlich stehen, schaut sich um und scheint für einen Moment nicht mehr genau zu wissen, wo sie ist. Auch die Tierarztbesuche gehören inzwischen fest zu unserem Leben. Arthrose, Schmerztherapie, Medikamente wie Librela und Metacam – all das ist mittlerweile genauso selbstverständlich wie Futter kaufen oder Wasser nachfüllen. Es geht nicht mehr darum, einen jungen Hund fit zu halten. Es geht darum, Lebensqualität zu…
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Arbeiten im Homeoffice
Arbeiten im Homeoffice: Zwischen Freiheit und Isolation Ich arbeite seit etwa zwei Jahren im Homeoffice. Seit Anfang 2026 kommt zusätzlich ein Präsenztag pro Monat dazu. Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Ich spare mir den täglichen Weg ins Büro mit Bus und Bahn. Außerdem kann ich meine alte Huskydame Tya optimal versorgen. Gerade mit einem älteren Hund ist das Gold wert. Es gibt aber auch einige Nachteile, die ich nicht verschweigen möchte. Der Austausch mit Kollegen fällt weitgehend weg. Der kurze Schnack an der Kaffeemaschine, ein gemeinsames Mittagessen oder das Gespräch auf dem Flur – all das findet nicht mehr statt. Oft bekomme ich Veränderungen im Unternehmen erst spät…
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Kaizen im realen Leben
Kaizen und der Rückschlag Kaizen heißt nicht, dass alles immer glatt läuft. Es heißt nur, dass wir uns trotzdem weiterentwickeln – auch wenn der Weg mal in die falsche Richtung führt oder ganz anders aussieht als geplant. Am Freitag war es endlich so weit: Ich wollte den Sessel, der mir online so gut gefallen hatte, vor Ort testen und bestellen. Er hält tatsächlich, was er verspricht – schönes Design, gute Qualität. Und trotzdem: Er passt momentan einfach nicht. Er ist zu groß. Im Schlafzimmer brauche ich jeden Zentimeter Bodenfläche als Liegeplatz für mein altes Hundemädchen Tya. Der Sessel muss warten. Nächstes Jahr ist er hoffentlich noch da – aber Tya…
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Karfreitag
Heute ist Karfreitag. Für viele Christen der Tag der Trauer um das ultimative Opfer Jesu. Ich selbst habe im Laufe der Jahre den Bezug zum Glauben verloren. Für mich steht längst der stille Lauf der Jahreszeiten im Vordergrund. Gerade jetzt löst der Frühling den Winter ab. Die Obstbäume blühen, und die letzten Krokusse, Schneeglöckchen und Osterglocken verabschieden sich langsam von der Bühne. Gestern Abend saß ich hier und wurde plötzlich klar: Die letzten Monate habe ich am Rand einer depressiven Episode verbracht. Es ist nicht das erste Mal. Ich habe mich im reinen Funktionieren verloren, habe nicht mehr auf mich geachtet und mich selbst mit dem Satz „Stell dich doch…
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Reiß dich doch einfach zusammen
Was nun? Zusammenreißen oder aus dem Hamsterrad ausbrechen? „Das Leben ist kein Ponyhof“, sagt man. „Reiß dich doch zusammen“, lautet häufig der Rat. Wenn es gerade nicht rundläuft, bist du selbst schuld. In gewisser Weise stimmt das sogar. Jeder von uns trifft täglich unzählige kleine Entscheidungen, die sich über Monate und Jahre zu einem großen Gesamtbild addieren. Trotzdem stehe ich jetzt wieder an einem Punkt, an dem die nächsten Entscheidungen nicht nur Tragweite haben – sie könnten mich die Existenz kosten. Die Frage, die mich umtreibt, lautet: Will ich weiter in diesem Hamsterrad existieren oder will ich endlich leben? Mein Alltag besteht momentan aus Arbeiten als Hotlinetante (Punching-Ball für die…
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Schmerz – und wie ein einziger Spaziergang alles verändert
Die Lage Heute ist Sonntag. Ich habe etwas getan, das ich schon lange nicht mehr gemacht habe: eine Runde ohne meinen Hund. Einfach nur ich, meine Schritte und die Stille. Ich musste mir die Füße vertreten, frische Luft in die Lunge saugen und endlich wieder klar denken. Schon nach ein paar hundert Metern spürte ich, wie die Anspannung nachließ. Und dann geschah das Wunder: Die stechenden Schmerzen in meiner rechten Schulter, die mich seit Monaten quälen, wurden leiser. Nach gerade einmal einem Kilometer waren sie komplett verschwunden. Es klingt fast zu einfach, oder? Dabei ist dieser Schmerz kein Zufall. Er ist der tägliche Begleiter eines Lebens, das meinen Körper an…
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365 Tage, ein ganzes Jahr
Ein Freitag, der 13. – Mein 62. Geburtstag und die Magie der 365 Tage Wieder ist ein Jahr vergangen. Heute ist Freitag, der 13. März 2026, und genau vor 62 Jahren kam ich an einem ebensolchen Freitag, dem 13., auf die Welt. Ich sitze hier mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Torte, schaue aus dem Fenster und lasse die letzten Monate Revue passieren. Was haben mir diese 365 Tage eigentlich gebracht? Projekte loslassen – und trotzdem weitermachen Eines der größten Themen dieses Jahres war Loslassen. Ich habe ein langjähriges Projekt abgebrochen, das mir viel bedeutet hat. Schlimmer noch: Einen ganzen Roman habe ich in die Tonne gekloppt – komplett…
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Selbstfürsorge
Selbstfürsorge: Vom Automaten-Modus zurück ins eigene Leben Lange Zeit habe ich Selbstfürsorge komplett ignoriert. Ich habe funktioniert – mehr nicht. Mein Alltag im Homeoffice läuft seit Jahren nach einem festen Schema: um 6:30 Uhr startet der Rechner, um 15 Uhr wird er heruntergefahren. Dazwischen versorge ich meinen alten, kranken Hund, esse irgendetwas Schnelles und versuche, nachts genug Schlaf zu bekommen. Das war’s. Wo bleibe ich dabei? Die Frage habe ich mir jahrelang nicht gestellt – bis mein Körper mir die Antwort lautstark gegeben hat. Eines Morgens meldete sich meine Schulter mit stechenden Schmerzen, sobald ich mich auf die durchgelegene Matratze legte. Gleichzeitig spannte der Hosenbund unangenehm – ein unübersehbares Zeichen…
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Ein alter Hund, Schlaflosigkeit und Existenzangst
Ein alter Hund, schlaflose Nächte und die Angst vor dem Nichts Heute Morgen um kurz nach vier war es wieder so weit. Tya, meine alte Hündin, hat entschieden, dass die Nacht vorbei ist. Sie stand hechelnd im Flur, Durst in den Augen, ein bisschen Hunger im Bauch und ganz viel Unruhe in den Beinen. Ich kenne das Geräusch inzwischen besser als meinen Wecker: dieses leise, aber unnachgiebige Tapsen auf dem Laminat, gefolgt vom charakteristischen Hecheln, das sagt: „Ich bin wach – und du jetzt auch.“ Um Halb fünf war ich draußen. Um sechs saßen wir wieder zu Hause, ich mit Kaffee, sie mit ihrem Frühstück. Eigentlich könnte ein entspannter Homeoffice-Tag…
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Das Leben ist ein Abenteuer – und gerade fühlt es sich ziemlich verfahren an
Man sagt ja so schön: Das Leben ist ein Abenteuer. Klingt mitreißend, nach Aufbruch, nach großen Geschichten. In Wirklichkeit bedeutet es meistens: nichts ist vorhersehbar, die Wege machen merkwürdige Schleifen, und sehr lange Strecken führt scheinbar nirgendwohin. Man läuft einfach, weil man läuft. Und irgendwann fragt man sich, ob der ganze Marsch überhaupt einen Sinn hatte. Heute Morgen habe ich etwas gemacht, das sich gleichzeitig wie Befreiung und wie kleiner Tod angefühlt hat. Ich habe die Manuskriptdateien gelöscht. Endgültig. Kein Verstecken mehr in einem „vielleicht-später“-Ordner, kein heimliches Wiederherstellen aus dem Papierkorb. Weg. Isabella, Sergio und Elena – die Figuren, die mich jahrelang begleitet haben – existieren jetzt nur noch als…

















