Träume und Hoffnungen
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Fernstudium – ja oder nein
Fernstudium oder Schreiben? Kennst du dieses Gefühl? Du scrollst abends durch irgendwelche Weiterbildungsportale, siehst einen Kurs wie „Grundlagen kaufmännisches Wissen“, denkst kurz „Könnte ja nützlich sein“, und im nächsten Moment trifft dich die Erkenntnis wie der Sprühregen eines sich wild schüttelnden, nassen Hundes: Das ist nicht mein Weg. Das ist der Weg von jemand anderem. Von der Version von mir, die noch glaubt, man müsse sich mit Zertifikaten hochhangeln, um endlich ernst genommen zu werden. Aber ich bin keine Sachbearbeiterin in spe. Ich bin die Hotlinetante ohne Befugnisse – und vor allem: Ich will viel mehr schreiben als Telefonate führen. Ein Fernstudium bringt mich nicht aus dem Hamsterrad. Letzte Woche…
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Vereinigte Staaten von Europa – JETZT
So lautet der Slogan von VOLT und meiner. Älter werde ich von ganz allein – Warum ich mit 62 trotzdem nicht aufgebe Es begann mit einer simplen Frage: „Ist die Welt noch zu retten?“ Ich stellte sie Grok, meiner KI-Freundin, an einem grauen März-Tag 2026. Die Antwort war brutal ehrlich: Ja, noch – aber das Zeitfenster schrumpft rapide. Kipppunkte beim Klima, Biodiversitätsverlust, parallel laufende Kriege und Krisen. Und dann die Politik: Trump dereguliert in den USA, Merz in Deutschland priorisiert „Pragmatismus“ statt harter Reduktionen. Die Fossil-Lobby hat das Sagen, und solange das so ist, sehe ich schwarz. Von Volt und X Der Frust wuchs schnell. Auf X (ehemals Twitter) ist…
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365 Tage, ein ganzes Jahr
Ein Freitag, der 13. – Mein 62. Geburtstag und die Magie der 365 Tage Wieder ist ein Jahr vergangen. Heute ist Freitag, der 13. März 2026, und genau vor 62 Jahren kam ich an einem ebensolchen Freitag, dem 13., auf die Welt. Ich sitze hier mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Torte, schaue aus dem Fenster und lasse die letzten Monate Revue passieren. Was haben mir diese 365 Tage eigentlich gebracht? Projekte loslassen – und trotzdem weitermachen Eines der größten Themen dieses Jahres war Loslassen. Ich habe ein langjähriges Projekt abgebrochen, das mir viel bedeutet hat. Schlimmer noch: Einen ganzen Roman habe ich in die Tonne gekloppt – komplett…
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Das Leben ist ein Abenteuer – und gerade fühlt es sich ziemlich verfahren an
Man sagt ja so schön: Das Leben ist ein Abenteuer. Klingt mitreißend, nach Aufbruch, nach großen Geschichten. In Wirklichkeit bedeutet es meistens: nichts ist vorhersehbar, die Wege machen merkwürdige Schleifen, und sehr lange Strecken führt scheinbar nirgendwohin. Man läuft einfach, weil man läuft. Und irgendwann fragt man sich, ob der ganze Marsch überhaupt einen Sinn hatte. Heute Morgen habe ich etwas gemacht, das sich gleichzeitig wie Befreiung und wie kleiner Tod angefühlt hat. Ich habe die Manuskriptdateien gelöscht. Endgültig. Kein Verstecken mehr in einem „vielleicht-später“-Ordner, kein heimliches Wiederherstellen aus dem Papierkorb. Weg. Isabella, Sergio und Elena – die Figuren, die mich jahrelang begleitet haben – existieren jetzt nur noch als…
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Warten lernen (ohne wahnsinnig zu werden) – Teil 3: Hope dies last
Lange Zeit war ich felsenfest überzeugt, dass in meinem Leben ohnehin nicht Gutes mehr passiert. Ich war 2017 in meine Wohnung eingezogen und besaß buchstäblich nur noch eine Luftmatratze, einen Schlafsack, ein wenig Kleidung und meinen Hund natürlich. Ich war am Rande der Verzweiflung. Meine Lebensträume waren geschmolzen wie Eis in der Sonne. Ich war zerbrochen. Das war es jetzt, dachte ich. Es bedurfte mehrerer Anläufe wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Aber auch die waren kein Weg aus der Armut. Dann kam der November 2020. Ich begann in einem Callcenter zu arbeiten. Der Lohn damals war mau, die Miete aber noch deutlich geringer und das Leben im allgemeinen…
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Otto – der Herr Kritiker
Otto ist mein innerer Kritiker.Ich stelle ihn mir als kleinen Buchhalter in einem Wettbüro vor. Er sitzt abseits, hat nichts zu melden, aber alles wird von ihm notiert. Otto setzt nie selbst.Er kommentiert nur: Verluste, Verzögerungen, verpasste Chancen. Hinterher weiß er immer, dass es so kommen musste. Früher habe ich ihm zugehört.Heute weiß ich: Otto darf mitschreiben – aber entscheiden tue ich. Otto meldet sich zuverlässig dann, wenn ich ohnehin schon am Limit bin.Er kommt nicht, wenn Dinge gut laufen. Er kommt, wenn Kartons im Weg stehen, Termine sich verschieben und Geduld eine endliche Ressource ist. Otto stellt sich mitten in den Raum, schaut sich um und sagt:„Siehst du? Das…
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Ein positiver Tagesbeginn
Heute ist Sonntag und Tya hat mich kurz vor halb sechs Uhr geweckt. Wenigstens durfte ich noch einen ersten Kaffee trinken, bis wir unsere erste Runde durch Bärendorf gemacht haben. Es war noch dunkel und der Vollmond stand noch hoch am Himmel. Nach ungefähr fünfundvierzig Minuten waren wir wieder zuhause. Tya hat sich ein Leckerli geholt und dann beschlossen weiterzuschlafen. Sie liegt jetzt auf dem Teppich neben meinem Bett und schläft tief und fest. Gerade eben habe ich ein Foto gemacht und sie hat es nicht bemerkt. Ich habe den Tag dann mit frisch aufgebackenen Brötchen begonnen und einem heißen Kaffee. Noch vor dem letzten Schluck habe ich überlegt, was…
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Das Gesetz der Anziehung
Gestern Abend lag ich schon im Bett, als ich begann durch meinen YouTube-Feed zu scrollen. Es dauerte nicht lange, bis mir die ersten Videos zum Thema Manifestation und dem Gesetz der Anziehung angezeigt wurden. Das Leben könnte ein Ponyhof sein, wenn man nur das richtige Mindset hätte und positive Gedanken dazu. Es klingt einladend. Ändere deine Gedanken und das Leben wird sich automatisch anpassen. Wenn es nicht klappt, bist du angeblich nur noch nicht bereit und musst härter daran arbeiten. Ach ja – ein paar Seminare können auch nicht schaden. Die Content-Creator wollen schließlich von etwas leben, und die Methode klingt ja so angenehm simpel. All diese Angebote haben die…
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Wer schreibt hier eigentlich? Über mich!
Ich habe eine Weile überlegt, wie ich mich vorstellen soll. Ich möchte, dass ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt, aber ich will hier auch keinen Seelenstrip hinlegen. Mein Name ist Andrea Baer, ich bin 61 Jahre alt und versuche einen Blog aufzubauen, in dem ich meine Gedanken sortieren kann. Es gibt Tage, da möchte ich es machen wie Harold Fry – Tür auf, raus, Tür zu und einfach loslaufen. Diesen Impuls verspüre ich, seit ich vor einundzwanzig Jahren frisch geschieden aus Abu Dhabi zurückkehrte. Damals musste ich mich entscheiden: Deutschland, wo meine Mutter und meine Tante noch lebten? Oder Madrid, einem Bauchgefühl folgend, das ich nicht erklären…














